es war einmal ein Pferd,
es war einmal ein Hund, der schimmerte.. pure Freundlichkeit.
der Hundeblick, er hätte ein Dackel oder ein Pudel sein können, aber er war eine außergewöhnliche Mischung, schwierig zu sagen, welche verschiedenen Hunde daran beteiligt waren.
er wollte unauffällig wirken, gut versteckt hinter einer Brille. als er sein Maul öffnete, offenbarte sich ein Witz, den das Pferd immer gesucht hatte auf der Welt. er war messerscharf (direkt und auf den Punkt), Wanzen-furzig (frech, unerwartet und etwas anrüchig), und Meerestief sanft im selben Moment. (tiefgründig und intelligent) und auch wenn er harmlos erschien, schimmerte da ein tiefer Grund.
hallo. sagte der Hund.
hallo sagte das Pferd.
Pferde tauchen nicht gerne, fallen nicht gerne, auch wenn es passiert. sie jagen und springen und laufen davon. dabei können sie sich so grazil bewegen wie griechische Götter-Balletttänzer und so massiv durcheinander fliegen wie weiße Plastilin-klumpen.
hallo sagte der Hund.
hallo sagte das Pferd, schon wieder da?
natürlich sagte der Hund. wir sind Freunde fürs Leben, das ist doch klar. er strahlte selbstsicher vor sich hin.
das Pferd wunderte sich. nanu?
Freunde? so schnell?
keine Sorge sagte der Hund. wir haben ein Leben lang Zeit.
das Pferd war irritiert aber erfreut.
es fühlte sich frei zu entscheiden, wann es selbst dem Hund seine Freundschaft anbot.
jeden Tag stellte der Hund sich an die Koppel, sah dem Pferd bei seinen Sprüngen zu. das Pferd schnaubte, sprang, abenteuerlustig manchmal über den Zaun hinüber. doch immer wieder kam es zurück. es brauchte seine Koppel.
überall hingehen zu können. fähig, jeden Grashalm zu untersuchen und getrieben von der Sucht nach Geschwindigkeit und den Widerstand des Körpers gegen den Wind und im Raum zu spüren und zu überwinden. es brauchte die Weite.
der Hund war auch unterwegs. seine Pläne verfolgen, aufspüren, denn er hatte eine hervorragende Spürnase und fand für alles Wege. und wo er auftauchte , hatte er was zu erzählen. deswegen war er ein beliebter Weggefährte von vielen Tieren. er kannte sich einfach aus. mit seiner frechen Schnauze. außerdem war er sehr entschlossen.
nach den Abenteuern im Schutz der Koppel übernachten. ein gutes Gespräch mit dem Hund führen.
sich die Bilder der Ausflüge und Wege erzählen.
gemeinsame Wege. Ausflüge. sich trennen. Hundehütte. Koppel.
ankommen.
beim Hund. dann der Koppel.
bis schließlich eines Tages, es zu dem Zaun hintrat.
das Pferd ließ es sich lange nicht anmerken, aber es fühlte sich wohl und ruhig.
na gut, grinste es und wieherte. Freunde. passt für mich.
der Hund grinste auch.
natürlich, er hatte es gleich gewusst.